Zur Person

Ich wurde 1951 in Schlossau in Baden-Württemberg geboren. Bereits in meinen Jugendjahren habe ich begonnen, mich politisch zu interessieren. Die Studentenbewegung und die politische Aufbruchsstimmung der 1960er Jahre waren auch in der süddeutschen Kleinstadt spürbar und fanden ihren Ausdruck in Diskussionen, die in der Schule, aber auch Zuhause geführt wurden. Linke Politik war damals für mich vor allem ein Lebensgefühl, dessen Soundtrack mir die Rockmusik der 1960er Jahre war.

In meinen Studentenjahren nahm mein politisches Interesse zu und die Diskussionen wurden lebhafter. Willy Brandts Kniefall von Warschau vor dem Mahnmal des Ghettoaufstandes im Dezember 1970 bewegte und beeindruckte mich sehr. Wie viele meiner Generation fand ich die Neue Ostpolitik Brandts richtig und mich schockierten die heftigen Anfeindungen, denen er von Seiten konservativer Kräfte ausgesetzt war. Für mich war damals eine Situation eingetreten, in der ich mich klar positionieren und aktiv Politik machen wollte. 1975 trat ich der SPD bei.

Nach meinem Studium zog ich – vor nunmehr 32 Jahren – 1979 nach Hamburg, wo ich eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Bundeswehr bekommen hatte. In Hamburg, das schnell mein Zuhause wurde, engagierte ich mich weiterhin parteipolitisch in der SPD – im Distrikt Eimsbüttel Süd. Ich übernahm über die Jahre verschiedene Ämter und führte eine Reihe an Diskussionen, bei denen ich die hier etablierte Streitkultur sehr schätzen lernte.

Nicht von heute auf morgen aber über die Jahre hinweg wurde die Politik so zu meiner Profession – wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Bundeswehr, die sich heute Helmut-Schmidt-Universität nennt, bin ich aber noch immer. Neben meinem Motto, dass nur derjenige, der fest auf der Erde steht, in der Lage ist, Schweres zu bewegen, habe ich mir aber über alle die Jahre auch meine Liebe zur Rockmusik der 1960er Jahre bewahrt. Auf Konzerten trifft man mich zwar heute seltener, aber meinen Plattenspieler möchte ich nicht missen.

Von meinem manchmal stressigen Alltag entspanne ich mich am besten beim Kochen. Deshalb bin ich umso glücklicher, in meiner heutigen Wohnung im Schanzenviertel, in der ich mit meiner Partnerin und ihrer zwanzigjährigen Tochter lebe, eine schöne Küche zu haben. Mir bereiten das Auswählen eines Gerichts, seine Zubereitung, dabei ein Glas Wein und eine gute Platte, das gemeinsame Essen und die Geselligkeit viel Freude.